HSG Kastellaun/Simmern – HG Saarlouis I

24:26 (12:12)

 

Sieg des Willens

Das war ein Handballspiel, das von einer guten bis teilweise sehr guten Abwehrarbeit unserer Mannschaft geprägt war. Das war das einvernehmliche Urteil aller Beteiligten in der IGS-Halle in Kastellaun.

Mit dieser dynamisch arbeitenden Abwehr, konnten wir die oftmals fehlende Konzentration beim Torwurf wettmachen. So war es folgerichtig, dass sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelte, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Hinzu kam, dass Kastellaun einen sehr guten Torwart zwischen den Pfosten hatte, der ein ums andere Mal unsere freien und gut herausgespielten Wurfchancen parierte.

Zudem mussten wir die Tatsache hinnehmen, wieder einmal mit einer äußerst knapp bemessenen Feldspieleranzahl auskommen zu müssen. Dank sei hier den beiden B2-Jugendlichen gesagt, die dafür sorgten, dass wir das Spiel nicht in Unterzahl beenden mussten. Die mitgereisten sieben Feldspieler waren zudem ab der 12. Spielminute Makulatur, als Phillip Kewenig, nach einem Schlag ins Gesicht durch einen Gegenspieler, für den Rest der ersten Halbzeit und bis auf einen kurzen Versuch zum Anfang der zweiten Hälfte, dann auch für den Rest des Spieles ausfiel.

Dennoch gelang uns, nach dem Unentschieden zur Halbzeitpause, ein guter Start in die zweite Hälfte. Als sich Kastellaun zwischen der 32. und 36. Spielminute durch unnötige Härte selbst bis auf drei Feldspieler reduzierte, nutzten wir diese Situation, uns vom Unentschieden (13:13), auf fünf Tore Vorsprung (13:18) abzusetzen.

Leider war dies jedoch noch immer nicht vorentscheidend, da sich die fehlende Wechselmöglichkeit bei uns mehr und mehr auf die Konzentration beim Spielaufbau und beim Torabschluss auswirkte.

So kam Kastellaun ab Mitte der zweiten Hälfte wieder Tor um Tor heran. In der 54. Spielminute schließlich fiel das Anschlusstor zum 22:23. Doch gerade in dieser Phase konnte man deutlich spüren, dass wir dieses Spiel einfach nicht verlieren wollten. Besonders Julian Kreis, der wieder einmal mit dabei war, setzte sich mit überragendem Einsatz gegen seine Gegenspieler durch und erzielte in dieser Schlussphase zwei wichtige Tore.

Unterm Strich konnten wir schließlich mit einem – besonders unter diesen Bedingungen –  verdienten Sieg die Heimreise antreten.

 

Es spielten: Oskar Müller (TW), Gian-Luca Tartoni (TW) Jonathan Welsch, Marc Scholly (6), Julian Kreis (8), Patrick Nicola (1), Phillip Kewenig (1), Marvin Klein (6), Cornelius Ehl (4)