DJK –Bundesmeisterschaften – das ist mehr!

Getreu diesem Motto fuhren wir, 14 Spieler der männlichen C-Jugend mit ihren 4 Betreuern, vom 19. bis 21.Juni 2009 zur DJK-Bundesmeisterschaften nach Rimpar, bei Würzburg.

Mit 2 Kleinbussen und dem Verpflegungsfahrzeug ging’s am Freitagnachmittag los.
Nachdem am Marktplatz alle Teilnehmer ihr ganz besonderes DJK-Shirt erhielten, verabschiedeten wir uns mit wehender Fahne von den Daheimgebliebenen.

mC_Jugend_2009_Rimpar

 

Nach mehrstündiger Belastungsprobe für die Betreuer kamen wir am frühen Abend unbeschadet an der Dreifachsporthalle in Rimpar an, wo wir vom Bundesfachwart Herbert Zwirlein herzlich begrüßt wurden.
Der Bezug unseres Klassenraumes und die Erkundung der gesamten Anlage beschäftigte die Mannschaft dann noch einige Zeit.

Da so eine Fahrt doch recht hungrig macht, wurde auch gleich der Grill angeschmissen, und unter den hungrigen Blicken der anderen anreisenden Mannschaften wurden die Würstchen genossen. Nach dieser Stärkung waren die Jungs fit genug, um ihrer liebsten Sportart nachzugehen und den Ball ins Spiel zu bringen.

Dass sich daraus ein gemeinsames Spiel von mehr als 50 DJK’lern aus allen teilnehmenden Mannschaften entwickelte, war wohl der Startschuss für ein Wochenende mit einem DJK-Geist, den auch die mitgereisten „alten“ DJK’ler so schon lange nicht mehr erlebt hatten.

Alle waren eine Gemeinschaft, Jeder konnte mit Jedem.
Nachdem der Ball dann schon nicht mehr zu erkennen war, wurde es Zeit, an der Matratze zu horchen und sich für den anstrengen nächsten Tag auszuschlafen (dass dies nicht alle so verstanden, zeigten manche Gesichter am nächsten Morgen!)

Nach dem gemeinsamen Frühstück aller Teilnehmer begann dann am Samstag um 9.00 Uhr das Turnier. 12 DJK-Mannschaften aus ganz Deutschland kämpften um die Plätze.

In unserer Gruppe hatten wir gleich zu Beginn die DJK Winfried Huttrop, den späteren Turniersieger, als Gegner mit durchgängigem Gardemaß >180 cm vor uns stehen. Chancenlos wurde die Mannschaft an die Wand gespielt. Nach dem Spiel wären die meisten Spieler am Liebsten im Erdboden verschwunden. Eine entsprechende Ansprache in der Kabine folgte selbstverständlich.

Das nächste Spiel gegen die HSG DJK Nordsaar wurde dann zu einem Saarderby auf bayerischem Boden, das den Namen Derby auch verdient. Nach schwachem Beginn glaubten viele in der Halle schon nicht mehr an uns. Doch weit gefehlt, die Mannschaft wachte auf und kämpfte sich mit so viel Herzblut wieder ins Spiel zurück, dass sich auch die letzten Zuschauer in der Halle auf unsere Seite stellten, und unsere Mannschaft fortan bei jeder Gelegenheit unterstützten. Der Jubel nach dem Sieg kannte fast keine Grenzen.
Nach dieser Meisterleistung wurde erst mal eine Mittagpause mit Gulaschsuppe und Schinkenbraten eingelegt.
Gut gestärkt ging es nun zum gemeinsamen, sehr locker und interessant gestalteten Gottesdienst auf dem Rasen hinter der Sporthalle. Auch hier zeigten wir Teamgeist und traten geschlossen auf.
Am Nachmittag folgte gegen die DJK VfR Saarn der nächste Sieg unter dem Jubel der anderen Mannschaften, bevor es gegen den späteren Finalteilnehmer der DJK Waldbüttelbrunn eine 1-Tore-Niederlage gab. Gegen unsere Freunde der DJK BTB Aachen, die bis dahin noch kein Spiel gewonnen hatten, verschenkten wir im letzten Gruppenspiel die Möglichkeit, im Viertelfinale gegen einen leichteren Gegner zu spielen. Wir verloren mit 2 Toren Differenz, und mussten somit am Sonntag gegen den Ersten der zweiten Gruppe spielen.
Das positive Abschneiden unserer Jungs war nach dem Kennenlernen der Gegner nicht zu erwarten, da unsere Mannschaft mit Abstand das körperlich schwächste Team stellte.
Hier zeigte sich deutlich, was Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit bewegen kann.
Am Ende des Tages wurde beim gemeinsamen Abendessen noch etwas über die Geschichte der HG Saarlouis und der DJK-Roden berichtet, was von den Jungs interessiert aufgenommen wurde.
Später konnten die Spieler auch noch viele neue (eigentlich alte) Lieder hören, die ihre Betreuer aus der Schatzkiste kramten und zum Besten gaben. Das Absingen des DJK-Liedes der Aachener löste dann alle Zurückhaltung und die Antwort der „Rodener DJK“ ließ nicht lange auf sich warten.

Am Sonntag folgte der Endspieltag mit der persönlichen Begrüßung der Saarlouiser Betreuer durch den Hallensprecher.
Nach den Platzierungsspielen eröffneten wir das Viertelfinale mit dem Spiel gegen die DJK Singen, einer Truppe von 8 Spielern aus 7 Nationen. Noch vor Spielbeginn klatschten sich die beiden Mannschaften ab, was wieder den Charakter des Turniers aufzeigte. Im Spiel selbst setzten sich die Singener dank ihrer bärenstarken Einzelspieler in der Rückraummitte durch, so dass das Turnier für uns an dieser Stelle mit dem tollen 7. Platz endete.
Nach dem Verputzen der Bauerpfanne und dem Verstauen des Gepäcks verfolgten alle noch das Endspiel mit dem Sieg des neuen deutschen DJK-C-Jugendmeister der DJK Winfried Huttrop..

Dass Herbert Zwirlein beim Überreichen der Urkunden bemerkte, dass er die Urkunde für Stefan als lautstärksten Trainer vergessen hat, oder dass unsere Betreuer auch nachts nicht vom Handball lassen können und über eine Stunde 7-Meter-Werfen trainieren, wollen wir nicht weiter vertiefen.

Am Sonntagabend kamen wir dann unbeschadet und mit tollen Eindrücken vollgepackt heil in Roden an, wo die Eltern schon sehnsüchtig warteten.

Dass wir zwischenzeitlich eine Einladung der DJK Nüdlingen erhielten, um gemeinsam mit ihnen und der DJK Aachen ein Trainingslagerwochenende zu erleben zeigt nochmals deutlich, welchen Eindruck unsere Mannschaft hinterlassen hat.

Jungs, ihr habt Euch als ganz tolles Team präsentiert und jeder einzelne von Euch hat es mehr als verdient, dass die DJK weiterhin darauf achtet, dass der DJK-Gedanke erhalten bleibt und auch gelebt wird.

Das Betreuerteam